MONOLITI - fotografie di Roberto Pellegrini
Vom 22. August bis 26. Oktober 2025
Das Projekt „Monoliti“ basiert auf einem klaren Konzept, das aus einer konkreten Erfahrung am Ende der durch die Covid-19-Pandemie bedingten Schließungsphase entstanden ist. Während der kurzen Spaziergänge, die Roberto Pellegrini in dieser Zeit zwangsläufig nur in einem begrenzten Umkreis unternahm, fiel dem Fotografen eine Reihe neuer Gebäude auf, bei denen Metallschiebeelemente aus dem gleichen Material wie die Fassadenverkleidung zum Öffnen und Schließen der Balkone verwendet wurden. Nun, obwohl die Notsituation alle dazu zwingt, die meiste Zeit zu Hause zu bleiben, bleiben die meisten dieser Paneele immer geschlossen, was dazu beiträgt, die Atmosphäre der Einsamkeit, die man spürt, noch greifbarer und in gewisser Weise beängstigend zu machen. Im Kopf des Fotografen tauchen einerseits Bilder der vielen zugemauerten Fenster in historischen Gebäuden und andererseits Bilder der „Hikikomori” auf, der jungen Menschen (ursprünglich aus Japan, aber heute in der gesamten industrialisierten Welt anzutreffen), die sich von der Gesellschaft isolieren und lange Zeit, oft sogar Jahre, ohne ihr Zuhause zu verlassen, verbringen.
Pellegrini realisiert die ersten Aufnahmen der Serie „Monoliti” genau in dieser Zeit, aber vor allem entwickelt er bereits damals das Konzept, das dem gesamten Projekt zugrunde liegt, nämlich das digitale „Kopieren und Einfügen”, das es ihm ermöglicht, die offenen Fenster der von ihm fotografierten Gebäude mit dem gleichen Material wie die Fassaden zu verschließen.
Mit seinen „Monoliti” bietet er uns somit „Architekturporträts”, in denen die abstrakte Dimension von Schwarz-Weiß und das Fehlen von direktem Sonnenlicht (und damit von Schatten) zusammenkommen, um eine Reihe von Bildern zu schaffen, die Angst auslösen können, aber auch als Anreiz gesehen werden können, diese Fenster wieder zu öffnen, die vom Fotografen errichteten digitalen Mauern einzureißen, Platz für Licht zu schaffen und die Fäden eines sozialen Gefüges wieder zu knüpfen, das hoffnungslos seiner Inhalte beraubt zu sein scheint.
Antonio Mariotti, 2025
Roberto Pellegrini (1962) stammt aus Ascona und lebt und arbeitet derzeit als freiberuflicher Fotograf mit eigenem Studio in Bellinzona. Er ist spezialisiert auf die Fotografie von Gemälden, Skulpturen und Installationen sowie von Architektur, Innenräumen, Umgebungen und Menschen. Als Fotograf arbeitet er mit verschiedenen Künstlern und Architekten sowie mit Kunstgalerien, Museen und Stiftungen mit Sitz im Tessin zusammen. Seit 1985 ist er Mitglied der Vereinigung SIYU Professionelle Fotografie Schweiz und der Vereinigung für visuelle Künste VISARTE. Er hat Einzelausstellungen und zahlreiche Gemeinschaftsausstellungen realisiert. Darüber hinaus kann er auf verschiedene Monografien und Veröffentlichungen in Büchern, Zeitschriften und Kunstkatalogen verweisen.